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    Praxis für Mentale Gesundheit & Ernährungspsychologie

    Frühstückskaffee

    You can´t heal in survival mode.

    Ständig am Kämpfen

    Probleme mit dem Essen als Traumafolge

    Ständige innere Unruhe, Ängste, Niedergeschlagenheit oder das Gefühl, in eigenen Mustern gefangen zu sein, können Folgen von traumatischem Stress sein. 

     

    Traumatischer Stress kann nach einem einmaligen Erlebnis (z.B. bei Unfällen, Gewalt, Trennung & Tod) oder aufgrund langjährigen, wiederholten Belastungen wie körperlicher und emotionaler Vernachlässigung, extremen Erlebnissen und Gewalt, meist in Verbindung mit wichtigen Bezugspersonen wie Eltern, Geschwistern, Verwandten und anderen Menschen aus dem Lebensumfeld, entstehen. Gemeinsam haben diese Ereignisse, dass sie das Nervensystem massiv überfordern und somit Körper und Geist in einen anhaltenden Überlebensmodus bringen.

    Zeichen dafür können sein: 

    • zu viel essen und/oder zu wenig essen sowie Dauerdiäten und zusätzlich

    • ein dauerhaft angespannter Körper

    • innere Unruhe

    • Ängste und Panikattacken

    • Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Depressionen, Suizidgedaken

    • Drang, alles zu kontrollieren und Zwänge

    • Gefühl, nie entspannten zu können

    • Selbstvergessenheit und ständig für Andere da sein

    • Überangepasstheit, ständige Unsicherheit und People Pleasing

    • Selbstabwertung

    • Ekel und Schamgefühle bezüglich des eigenen Körpers 

    • Vermeidung non Nähe 

    Zu viel und zu wenig Kontrolle beim Essen

     

    Essen kann bei dauerhaftem Stress für Ruhe und Erleichterung sorgen, ein Gefühl von Halt vermitteln oder die innere Leere „füllen“. Manchmal wird ein voller Bauch als Möglichkeit genutzt, sich überhaupt selbst zu spüren. Dies ist eine wichtige Strategie zur Verarbeitung von dauerhaften Stresserleben und kein Mangel an Disziplin. 

    Manchmal wissen Betroffene auch gar nicht, warum sie so viel essen. Sie fühlen sich wie ferngesteuert. Betroffene empfinden ihr Essverhalten als sehr belastend und leiden unter dem möglichen Gewichtsanstieg. Manchmal wird zum Ausgleich übermäßig Sport getrieben oder durch Erbrechen Erleichterung gesucht, was zusätzlich belasten kann. 

     

    Ein weiterer Versuch, mit traumatischem Stress umzugehen, kann sein, das eigene Essverhalten zu kontrollieren und auf Nahrung zu verzichten und möglichst wenig zu essen. Dies kann ganz unterschiedliche Gründe haben, wie dem Versuch, durch einen „makellosen“ Körper unangreifbar und somit „sicher“ zu sein oder durch das Hungern ein Gefühl von Kontrolle über das eigene Lebens zu haben. 

     

    Vieler solcher Probleme mit dem Essen resultieren aus traumatischen Stressbelastungen. Das eigene Essverhalten - ob Hungern oder zu viel essen - kann für Betroffene ein Lösungsversuch sein, mit den Belastungen umzugehen, weil zur Zeit (noch) keine anderen Strategien zur Stressbewältigung und -verarbeitung umsetzbar sind. 

    Was diese Menschen nach eint, ist, dass sie in den meisten Fällen in Kindheit oder Jugend Beschämung durch Bezugspersonen oder durch die Peer Group erlebt haben. Dazu zählen auch Konkurrenzkämpfe unter Jugendlichen darüber, wer dünner ist und als attraktiver gilt. Die meisten haben zudem mindestens ein Elternteil oder Familienmitglied, das selbst ein gestörtes Verhältnis zum Essen und dem Körper hatte – was sich wiederum auf das eigene Essverhalten (Verbote, Belohnung) und das Körperbild auswirkt („Mama passt gut auf ihr Gewicht auf, das muss wohl wichtig sein“).

     

     

    Traumatherapie bei Problemen mit dem Essen 

     

    Zur Behandlung von Problemen mit dem Essen im Kontext von Traumafolgestörungen müssen mehrere Ebenen einbezogen werden: Die individuellen Traumasymptomatik selbst und das Essverhalten. Die Traumasymptomatik wird dabei vorrangig behandelt, da sie den Ess-Problemen zugrunde liegt. Zugleich wird die Brücke zum Essen geschlagen, um die eigenen Fortschritte in das Essverhalten zu übertragen. 

    Die Behandlung von Essstörungen, Problemen mit dem Essen im Rahmen der Traumatherapie ist ein vielschichtiger Prozess. Mir ist dabei wichtig, deine persönliche Geschichte aufzugreifen und ein ganz individuellen Vorgehen mit dir zusammen zu erarbeiten. Für nähere Informationen kontaktiere mich für ein unverbindliches Beratungsgespräch

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